Koblenz, der 10.01.2008 Wir leben in einer Zeit fortschreitender Naturzerstörung - vom Menschen gemacht, von uns gemacht. Falls wir die heute sichtbaren Schäden an diesem Planeten ausbessern können, wird es viele Generationen dauern. Wir Lebenden werden keine Trendwende mehr erkennen und erleben können, wir können uns nur bemühen.
Dieses Gefühl, diese Erkenntnis darf nicht zu einem Empfinden von Ohnmacht und Hilflosigkeit werden. Wer resigniert, handelt nicht mehr, erkennt gar keine Handlungsoptionen mehr. Dafür, daß diese Welt noch Handlungsoptionen hat, steht der Schöpfer, eine einzigartige Großplastik, ein Symbol und ein Mahnmal für die wunderbare Welt, in der wir leben, und für den respektvollen Umgang mit ihr.
Der Schöpfer ist eine bewegliche Figur, die mit großer Langsamkeit angetrieben von umweltfreundlicher Energie eine Bewegung ausführt: Einen der ältesten Handgriffe, die der Mensch in der Nutzung von Umweltenergie je getan hat. Er schöpft Wasser aus einem Fluß, vielleicht aus dem Rhein oder der Mosel, den uralten Kulturadern in der Mitte Europas.
Er schöpft Wasser, hebt es mit unendlicher Langsamkeit empor, und vollzieht dann eine symbolische Handlung, die uns allen ebenso zu Gebote stünde: Er gibt die Energie, das Wasser, mit einer langsamen Bewegung dem Fluß zurück, der Lebensader, aus der er es entnommen hat.
In der Wirkung ist dies ein kleiner Wasserfall, eine Fontäne, die sich aus vielleicht zwanzig Metern Höhe langsam ins Flußbett ergießt. Der Schöpfer nutzt die Energie des Wassers, er entnimmt etwas der Umwelt, und er gibt es zurück. Eine einfachere Handbewegung mit einer größeren symbolischen Wirkung ist kaum denkbar.
Der Schöpfer ist eine Projektidee von Martin Görlitz, dem Initiator der GÖRLITZ Stiftung. Sie könnte im Großraum Koblenz verwirklicht werden, sehr gut im Umfeld und bis zur Bundesgartenschau 2011. Die Großplastik Der Schöpfer wäre einzigartig in dieser Form, Formensprache und Bedeutung. Es gibt nur wenige vergleichbare Beispiele, so in Berlin (die Molecular Men), in Frankfurt am Eingang zum Messegelände (der Hammermann) und in München (den Walkin Man). Alle stammen aus der Hand von Jonathan Borofsky, www.borofsky.com.
Der Schöpfer - ob "von Koblenz" oder von "einer anderen Stadt im Umland" ist noch zu definieren - würde dem Raum Mittelrhein durch den aktuellen Bezug eine weltweite Exposition und Bekanntheit geben. Multimediale Konzepte, die bereits entwickelt wurden, kämen hinzu. Anders als die genannten Beispiele bekäme Der Schöpfer eine weltweite interaktive Internet-Plattform.
Ort: Denkbare Orte für diese Großplastik wären
1) Die Nordspitze der Halbinsel Oberwerth in Koblenz. Vorteil: Sichtbar von Festung Ehrenbreitstein und aus Stadtteilen von Koblenz sowie der Pfaffendorfer Rheinbrücke. Nachteile: Standort im Weltkulturerbe Mittelrheintal. Keine Sicht vom Deutschen Eck.
2) Die Mosel bei Stromkilometer 2 unterhalb der Staustufe. Vorteil: Standort mitten im Wasser, sichtbar von allen Seiten in Ufernähe, von der B9 Europabrücke. Nachteile: Wassertiefe problematisch, kaum von weiterer Entfernung einsehbar, geringe optische Gesamtwirkung.
3) Die Südspitze der Insel Niederwerth bei Vallendar. Vorteile: Hervorragend aus der Ferne sichtbarer Standort, vom Ehrenbreitstein, vom Deutschen Eck, von den Rheinuferstraßen. Hervorragende Gesamtwirkung im Flußbett und im gesamten Mittelrheintal. Keine Einschränkung durch Weltkulturerbe. Nachteil: Aufwendige Gründung im sandigen Flußbett.
Natürlich ist auch ein anderer Ort denkbar.

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Alle Rechte der Konzeption und Ausführung liegen bei Martin Görlitz, Koblenz.
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