Machen Sie mit beim Projekt "Werkstatt der Martin-Görlitz-Stiftung"!
Wir haben mit Jahresanfang 2007 den Aufbau einer Jugendwerkstatt in Koblenz begonnen mit dem Thema "Technisch-Ökonomische Kreativität" unter besonderer Berücksichtigung der Belange von Energie und Umweltschutz. Das klingt ungeheuer kompliziert - was steckt dahinter?
Viele Jugendliche haben heute kaum noch Zugang zu handwerklichem Tun, das mit dem "Basteln" anfängt, oft über den Modellbau geht und vielleicht einmal in einer Lehre oder einem Ingenieusstudium mündet. Wenn eine Reihe guter Voraussetzungen zusammentreffen, wird daraus vielleicht einmal eine Karriere im Bereich neuer Technologien, als Entwicklungsingenieur oder Unternehmensgründer mit eigenen Ideen und Konzepten.
Der Grundstein ist die Kreativität, der spielerische, teils aber auch geführte und angeleitete Umgang mit Material, mit Techniken und schließlich auch mit Aspekten wie Anwendbarkeit und Nutzen - möglicherweise auch unter dem Aspekt eines "Kundennutzens". Nicht jeder Jugendliche hat die Anregungen und das geeignete Umfeld, das ihm den Grundstein für eine kreative Entfaltung gibt.
Das Resultat sind "Mangelerscheinungen" in unserer Gesellschaft wie
- nicht genügend Fachkräfte
- Nachwuchsmangel an Studenten der Ingenieurwissenschaften
- zu wenig erfolgreiche Erfinder-Unternehmer.
Das Fehlen dieses Potenzials trifft uns in Deutschland doppelt stark in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Situation mutige, kreative und entschlossen handelnde Menschen braucht und in der unsere Umwelt immer mehr unter den Auswirkungen unseres Tuns leidet. Sparten wie die Solarbranche erleben zwar einen Boom, aber von einer Aufbruchstimmung und von einem regelrechten Trend zu massenhafter Beschäftigung mit diesen Themen ist unser Land weit entfernt.
Die Martin-Görlitz-Stiftung hat deshalb die Gründung eines "Kreativitäts-Clubs" eingeleitet, wir nennen ihn derzeit "Jugendwerkstatt Energie und Technik". Es werden Räumlichkeiten und auch Material bereitgestellt, mit dem interessierte und aktive Jugendliche umgehen können. Die Anleitung wird von erfahrenen Praktikern übernommen, von Ingenieuren und Ausbildern aus diesen fachlichen Bereichen. Die Kosten dafür werden überwiegend von der Martin-Görlitz-Stiftung getragen oder durch Spenden und Fördermittel aufgebracht. Die Martin-Görlitz-Stiftung stellt Projekte auf, die auch über den Rahmen des Einzelnen hinausgehen, also Gruppenarbeit fördern und zu richtigen Projektergebnissen führen.
Wer kann in der Martin-Görlitz-Stiftung mitmachen? Wir suchen Mitwirkende in allen Bereichen. Für Studenten beispielsweise von Technikfächern oder im Bereich Pädagogik bieten sich ebenso Möglichkeiten wie für eine (sicher nicht sehr viele) Bürokraft für die Organisation und Abwicklung. Wer glaubt, sein technisches Wissen in beliebigen Fakultäten einer jugendlichen Gruppe sinnvoll vermitteln zu können, meldet sich bitte bei der Martin-Görlitz-Stiftung.
Das Montessori-Prinzip. Ein Konzept ist die völlige Freiarbeit, bei der "nur" Räumlichkeiten und Arbeitsmittel bereitgestellt werden, ansonsten aber der Teilnehmer seine eigenen Vorgaben und Ideen mitbringt. Das kann im Bereich Modellbau der Fall sein. Hier geht es um den Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten, um den Erfahrungsaustausch im Bereich des handwerklichen Geschicks. Darüber hinaus wird die Martin-Görlitz-Stiftung auch gezielte vorbereitete Projekte anbieten. Dies entspricht dem Montessori-Prinzip, wo die Teilnehmer sich für ein Projekt entscheiden können, in der Ausführung und Umsetzung jedoch begleitet werden und dabei ihre eigenen Erfahrungen machen. Hier steht die Erfahrung im Umgang mit Material, mit Techniken und auch mit der Lösungsfindung im Vordergrund, während die freie Kreativitätsentfaltung naturgemäß von etwas geringerer Bedeutung ist.
Der Bezug zur Energie. Die Martin-Görlitz-Stiftung sieht ihren hauptsächlichen Stiftungszweck im Bereich der umweltfreundlichen Energien. Das gilt auch in Bezug auf Bildungsaufgaben. Vorbereitete Projekte können also als ganz praktisches Beispiel das Montieren eines kleinen Solarmotors sein, aber danach vielleicht der sehr anspruchsvolle Bau eines größeren Modells aus reinen Grundmaterialien. Ähnliche Aufgaben gibt es in der Elektronik, zum Beispiel die Untersuchung von Geräten der normalen Musikelektronik in Bezug auf ihren Bedarf an Standby-Energie, die Aufzeichnung von Energieverbrauchskurven und vieles mehr. Hier ist es ein besonderes Ziel der Martin-Görlitz-Stiftung Arbeit, das Erfahrene auch in die Familien und Haushalte der Teilnehmer hineinzutragen.
Kooperation mit Schulen? Die Martin-Görlitz-Stiftung freut sich über jede Schule, vorrangig über Gymnasien, die interessierte Jugendliche vermitteln oder im Programm der Martin-Görlitz-Stiftung mitwirken. Vielleicht ist auch eine Mitgestaltung von Unterrichtseinheiten mit Bezug zur Martin-Görlitz-Stiftung Arbeit im Energiesektor möglich.
(C) 2008 GÖRLITZ Stiftung